Welt-COPD-Tag 2019: Gemeinsam gegen COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD zählt mit zu den weltweit häufigsten Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von 251 Millionen Menschen, die in 2016 an COPD erkrankt waren. Das Leben mit COPD erschwert das Atmen und der Alltag kann eine echte Herausforderung sein.

In diesem Jahr findet der Welt-COPD-Tag am 20. November statt. Wir nehmen dies zum Anlass, Betroffene und deren Angehörige über die Krankheit und Behandlungsmethoden zu informieren.

Wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie an dieser Lungenerkrankung leiden oder wenn Sie glauben, dass Sie gefährdet sind, dann lesen Sie hier weiter. Sie finden Antworten auf viele Fragen zum Thema und hilfreiche Informationen.

Obwohl COPD nicht heilbar ist, kann sie gut behandelt werden. Ärzte können Menschen mit COPD helfen, sich besser zu fühlen, ein aktives Leben zu führen und den Schadensverlauf an der Lunge zu verlangsamen. Je früher eine COPD erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsergebnisse. Ziel der Therapie ist die Stabilisierung der Lungenfunktion, um so den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder möglichst zu stoppen.

Viele Menschen leiden an COPD und wissen es nicht.


Könnten auch Sie von COPD betroffen sein? Beantworten Sie diese Fragen:

  • Husten Sie an den meisten Tagen mehrmals?
  • Husten Sie an den meisten Tagen Schleim ab?
  • Kommen Sie leichter außer Atem als andere in Ihrem Alter?
  • Sind Sie älter als 40 Jahre?
  • Rauchen Sie derzeit oder sind Sie Ex-Raucher?
  • Leiden Sie immer häufiger unter Erschöpfung, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Schlafproblemen oder Angstzuständen?
  • Leiden Sie häufiger unter Atemwegsinfektionen

Wenn Sie drei oder mehr dieser Fragen mit Ja beantwortet haben, dann fragen Sie Ihren Hausarzt, ob Sie eventuell an einer COPD erkrankt sein könnten. Eine frühzeitige Erkennung der COPD bietet die besten Chancen, weitere Lungenschäden und Begleiterkrankungen zu vermeiden.

Welche nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren gibt es bei COPD?

Behandlung der COPD durch außerklinische, nicht-invasive Beatmung

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Das Video der Deutschen Atemwegsliga e. V. gibt hierzu weitere Informationen.

Die sogenannte nicht-invasive außerklinische Beatmung (NIV = non invasive ventilation) unterstützt Patienten bei der Atmung mittels einer Beatmungsmaske. Die NIV behandelt die chronische Erschöpfung der Atem- und Atemhilfsmukulatur. Mit einer effektiven NIV Therapie kann nicht nur die Lebensqualität deutlich verbessert werden, auch die Sterblichkeit wird nachgewiesener Maßen signifikant verringert.

Neue Kraft bei COPD: Wie kann eine Beatmungstherapie helfen?

Viele COPD-Patienten haben nicht nur das Problem, dass sie zu wenig Sauerstoff bekommen. Viele haben einen zu hohen Kohlendioxydgehalt im Blut. Das schädliche CO2 kann nicht richtig abgeatmet werden.

Der folgende Film beantwortet die wichtigsten Fragen der Betroffenen.

  • Welche Symptome oder Anzeichen haben Patienten, die „hyperkapnisch“ sind?
  • Sind Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Kurzatmigkeit wichtige Hinweise?
  • Wie erfolgt die Diagnose eines zu hohen CO2 Gehalts?
  • Warum wird eine Blutgasanalyse (BGA) durchgeführt?
  • Welche Untersuchungen führt ein niedergelassener Facharzt (Lungenfacharzt/Pneumologen/Pulmologen) durch?
  • Warum erfolgt die Einstellung einer Beatmungstherapie in einer Fachklinik?
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

  • Für welche Patienten ist eine nicht invasive, häusliche Beatmung (NIV) geeignet?
  • Was sind die Vorteile einer Maskenbeatmung?
  • Wird die Atemmuskulatur entlastet?
  • Wird die Heimbeatmung tagsüber oder nachts angewendet? Kann man trotzdem gut schlafen?
  • Wie fühlt man sich unter NIV?
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Viele Patienten profitieren von einer Behandlung mit Sauerstoff bzw. einer Sauerstoff-Langzeittherapie (LTOT) und nutzen einen tragbaren Sauerstoff-Konzentrator (POC).

ResMed setzt sich weltweit für die Atemwegsgesundheit ein.

Worum geht es?

  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der politischen Entscheidungsträger, dass die respiratorische Gesundheit ein wichtiger Bestandteil der Weltgesundheit ist.
  • Reduzierung des Konsums aller Tabakerzeugnisse durch die weltweite Durchsetzung des Rahmenabkommens der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Tabakkontrolle.
  • Annahme und Verpflichtung von Luftqualitätsnormen der WHO zur Verringerung der Luft-, Raum- und Arbeitsplatzbelastung in allen Ländern.
  • Förderung des allgemeinen Zugangs zu hochwertiger Gesundheitsversorgung, lebenswichtigen Medikamenten und Impfungen.
  • Verbesserung der Früherkennung von Atemwegserkrankungen durch Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Lungengesundheit und -erkrankungen.
  • Verstärkte Schulung von medizinischem Fachpersonal weltweit im Bereich Atemwegserkrankungen.
  • Standardisierung der Überwachung und Behandlung von Atemwegserkrankungen durch evidenzbasierte nationale und internationale Strategien.
  • Verstärkte Forschung zur Vorbeugung und Behandlung von Atemwegserkrankungen.

Der Welt-COPD-Tag wird von der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) in Zusammenarbeit mit Fachleuten des Gesundheitswesens und COPD-Patientengruppen weltweit organisiert. Ziel ist es, das Bewusstsein für chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) zu schärfen und die COPD-Betreuung weltweit zu verbessern.
Der erste Welt-COPD-Tag fand 2002 statt. Die Organisatoren führen in mehr als 50 Ländern weltweit alljährlich besondere Aktionen durch. Damit ist der Tag eine der weltweit wichtigsten Veranstaltungen zur Sensibilisierung und Aufklärung über COPD.
Das Thema des diesjährigen Welt-COPD-Tag lautet “All Together to End COPD”.

Mehr zu den Themen: Behandlung von Atemwegserkrankungen, Therapieeinstieg Sauerstoff- und Beatmungstherapie, Therapiebegleitung