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Die verborgene Volkskrankheit Schlafapnoe – Unbehandelt 25% höhere Sterblichkeit

14.10.2020 Aktuell, Patienten, Schlafen

Kommentar von Katrin Pucknat, Präsidentin ResMed Germany, zu Erkenntnissen einer neuen Langzeitstudie über erhöhte Mortalität bei schlafbezogenen Atmungsstörungen

München, 14.Oktober 2020 – Etwas mehr als 1 Million Menschen in Deutschland1 werden aktuell bereits auf Schlafapnoe, eine schlafbezogene Atmungsstörung, die im Extremfall zu über einminütigen Atmungsaussetzern im Schlaf führt, behandelt. Die Dunkelziffer der Betroffenen geht weit über die in Therapie befindlichen Personen hinaus – und das hat Folgen. Wie eine im August 2020 in der Zeitschrift Somnologie veröffentlichte Studie belegt, haben Patienten, die an einer Schlafapnoe erkrankt sind und diese mit einer positiven Atemdrucktherapie (PAP) behandeln, bereits nach vier Jahren ein 25% geringeres Sterblichkeitsrisiko² als Betroffene, die sich der Erkrankung nicht bewusst sind oder diese unbehandelt lassen. Zudem zeigt die Studie, dass Patienten vor dem Beginn der PAP-Therapie eine höhere und nach der Therapie ab dem zweiten Jahr eine niedrigere Krankenhausaufenthaltsrate aufweisen. Darüber hinaus war in der PAP-Therapiegruppe die durchschnittliche Verweildauer pro Krankenhausaufenthalt kürzer, was ebenfalls auf einen verbesserten Allgemeinzustand der behandelten Patienten hinweist.

Diese Studienergebnisse sollten ein Weckruf für unsere Gesellschaft sein, die Atemaussetzer im Schlaf sehr viel ernster zu nehmen und ihnen die entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Drittel der bundesdeutschen Bevölkerung ist mehr oder weniger stark betroffen und damit einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Die Auswirkungen für jeden Einzelnen können bis hin zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität und im schlimmsten Fall zum Tode führen.

Bewusstsein für Schlafapnoe schaffen ist das A & O

Dass Schlafapnoe weltweit gesehen ein riesiges Gesundheitsrisiko darstellt, sieht man auch daran, dass neue Smartphone-Modelle verschiedener Hersteller wie Apple oder Withings eine Schlafapnoe-Warnung in ihren Fitness- und Gesundheits-Apps integrieren oder planen dies zu tun.  Aber auch ohne digitale Helfer lässt sich die Krankheit anhand der Symptome identifizieren. Ständige Müdigkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, morgendliche Kopfschmerzen, Depressionen aber auch Antriebslosigkeit oder Vergesslichkeit können neben den meist von Partnern in der Nacht beobachteten Atmungsaussetzern auf eine Unterversorgung der Betroffenen mit Sauerstoff hinweisen. Bestätigt wird der Anfangsverdacht durch die Untersuchung in einem Schlaflabor, in der das Schlafverhalten detailliert kontrolliert und analysiert wird, so dass Unregelmäßigkeiten objektiv festgestellt werden können. Für eine erste Selbstdiagnose empfiehlt ResMed einen Schlafapnoe-Test auf Basis des anerkannten STOPP-Bang Fragebogens in Form eines Quiz. Der nächste Schritt sollte dann der Arzt des Vertrauens sein, der den Patienten den weiteren Weg zur Diagnose und Therapie aufweisen kann.

Aufklärung über Schlafapnoe rettet Leben

Eine Früherkennung der Schlafapnoe mit anschließender Therapie durch den Einsatz eines PAP-Therapiegeräts oder durch eine Unterkieferprotrusionsschiene verhindert oft schwere Verläufe der Erkrankung. Eine massive Einschränkung der Lebensqualität der Patienten kann damit genauso vermieden werden, wie das drohende 25% höheres Mortalitätsrisiko bei Nichtbehandlung. Es ist Zeit, dass sich unsere Gesellschaft dieser aktuell noch kaum bekannten Volkskrankheit zuwendet und Aufklärung betreibt. Gesunder Schlaf ist aktuell das unterschätzte Thema in der breiten Öffentlichkeit.

Über ResMed

ResMed (NYSE: RMD, ASX: RMD) ist Vorreiter in der Entwicklung innovativer und digitaler Lösungen für die Schlaf- und Beatmungstherapie vor allem im außerklinischen Einsatz. Damit ermöglicht das Unternehmen mit Hauptsitz in San Diego, CA und 70 Niederlassungen in über 140 Ländern weltweit Patienten mit chronischen Erkrankungen ein besseres Leben außerhalb des Krankenhauses. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen über 750 Mitarbeiter. Davon sind mehr als 450 Mitarbeiter bei ResMed Healthcare, dem Homecare Unternehmen von ResMed tätig. Dieser versorgt deutschlandweit über 250.000 Patienten mit Schlaf- und Beatmungstherapien über ein Netz an Service-Filialen und durch die direkte Versorgung im häuslichen Umfeld.

ResMeds innovative Therapiegeräte, die durch den Unternehmensbereich ResMed Deutschland über den qualifizierten Fachhandel an Einrichtungen und Patienten vertrieben werden, ermöglichen die effiziente und klinisch qualitative Versorgung von Menschen mit schlafbezogenen Atmungsstörungen, COPD und anderen chronischen Erkrankungen.

Cloud-basierte Softwarelösungen unterstützen Ärzte, Fachpersonal und Pflegekräfte dabei, Patienten in ihrer häuslichen Umgebung oder einer Pflegeeinrichtung effizienter zu betreuen. Damit wird eine bessere, kosteneffizientere Gesundheitsversorgung, bei gleichzeitiger Wahrung von mehr Lebensqualität für die Patienten und eine bessere Integration in den klinischen Alltag ermöglicht.

Weitere Informationen unter: www.ResMed.de

Pressekontakt

Heike Schubert

+49 (0) 89 3888 920 16

ResMedGER@allisonpr.com


[1] Benjafield AV, Ayas NT, Eastwood PR, Heinzer R, Ip MSM, Morrell MJ, Nunez CM, Patel SR, Penzel T, Pépin JL, Peppard PE, Sinha S, Tufik S, Valentine K, Malhotra A. Estimation of the global prevalence and burden of obstructive sleep apnoea: a literature-based analysis. Lancet Respir Med. 2019 Aug;7(8):687-698. doi: 10.1016/S2213-2600(19)30198-5. Epub 2019 Jul 9. PMID: 31300334; PMCID: PMC7007763.

[2] Woehrle, H., Schoebel, C., Oldenburg, O. et al. Low long-term mortality in patients with sleep apnoea and positive airway pressure therapy: analysis of a large German healthcare database. Somnologie 24, 151–158 (2020). https://doi.org/10.1007/s11818-020-00259-4