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Schnarchen war gestern: Natürliches Schlafgefühl dank Schlafschiene

Der Beschluss zur Kassenzulassung der Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) durch den Gemeinsamen Bundesausschuss aus November 2020 ist ein Meilenstein für die Behandlung einer Schlafapnoe. Vor allem für Betroffene, für die eine klassische CPAP-Therapie nicht in Frage kommt, bedeutet die zukünftige Erstattung der Schlafschiene – wie die UKPS umgangssprachlich genannt wird – durch die Krankenkasse eine weitere Therapieoption. In unserer 9-teiligen Blogserie zur UKPS geben wir Ihnen einen ganzheitlichen Überblick zu ResMeds Unterkieferprotrusionsschiene Narval™ CC und unserer Lösung für die Vernetzung von Schlafmedizinern und Zahnärzten.

Teil 2 unserer UKPS-Blogserie

Wer den Verdacht hegt, an einer obstruktiven Schlafapnoe zu leiden, kann dies leicht mithilfe von Schlafmedizinern herausfinden. Bestätigt sich der Anfangsverdacht, wird in der Regel ein CPAP-Gerät für die Therapie eingesetzt. Wird die CPAP-Therapie nicht toleriert oder kann nachweislich nicht angewendet werden, besteht die Möglichkeit eine Unterkieferprotrusionsschiene einzusetzen. Vielen Betroffenen ermöglicht die Schiene sogar wieder ein natürliches Schlafgefühl.

Schnarchen ist eine der häufigsten Vorstufen beziehungsweise ein Begleitsymptom der obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Drei von zehn Schnarchern und jede fünfte Schnarcherin bekommt eine OSA diagnostiziert. Das heißt, nicht alle Schnarchenden haben obstruktive Schlafapnoe, aber alle OSA-Betroffenen schnarchen. Unterschieden wird dabei zwischen zwei Arten: Dem habituellen, also harmlosen und nicht gesundheitsgefährdenden Schnarchen, das lediglich für leidende Bettgefährten sorgt, und dem manifesten Schnarchen, das sich zum Schlafapnoesyndrom mit entsprechenden Gesundheitsrisiken entwickeln kann.

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Ob man an harmlosem Schnarchen oder ernstzunehmender Schlafapnoe leidet, lässt sich einfach herausfinden. In einem ersten Schritt wird mit Screening-Fragebögen oder einem Schlafapnoe-Test das persönliche Empfinden und das allgemeine Erkrankungsrisiko abgeklärt. Hierbei werden unter anderem einfache Fragen zum Müdigkeitsniveau und dessen Einfluss auf den Alltag gestellt. Zeigen die Ergebnisse eine hohe Wahrscheinlichkeit, in verschiedenen Alltagssituationen einzunicken, ist der Verdacht einer OSA-Erkrankung nicht weithergeholt. Dann ist ein Besuch bei einem schlafmedizinisch qualifizierten Arzt ratsam, denn unbehandelte Schlafapnoe steigert das Mortalitätsrisiko um ein Viertel. Der Arzt führt die weitere Diagnostik durch – in der Regel durch Polygraphie oder Polysomnographie, also eine Schlafmessung Zuhause beziehungsweise eine umfangreiche Untersuchung des Schlafes im Schlaflabor.

Schlafapnoe im Schlaflabor abklären

Bei der Polygraphie und Polysomnographie werden kleine elektronische Diagnostikgeräte mit unterschiedlichen Sensoren angewendet, um verschiedene Parameter zu testen und Informationen zur Schlafqualität und Schlafstörungen zu erhalten. Haben Betroffene mehrere Atemaussetzer oder Atemeinschränkungen pro Stunde, wird in den meisten Fällen eine obstruktive Schlafapnoe diagnostiziert. Sie bekommen eine CPAP-Therapie mit einem Atemtherapiegerät und einer Maske. Bei CPAP-Unverträglichkeit oder Ablehnung ist auch die Behandlung mit einer Unterkieferprotrusionsschiene möglich. Ende 2020 erhielt die UKPS die Kassenzulassung als Alternative zur CPAP-Therapie für Menschen, die die Therapie mit dem CPAP-Gerät abgebrochen haben. Für Minderjährige und Betroffene einer zentralen Schlafapnoe ist die UKPS nicht indiziert.

Sie bekommen eine CPAP-Therapie mit einem Atemtherapiegerät und einer Maske. Bei CPAP-Unverträglichkeit oder Ablehnung ist auch die Behandlung mit einerUnterkieferprotrusionsschiene möglich. Ende 2020 erhielt die UKPS die Kassenzulassung als Alternative zur CPAP-Therapie für Menschen, die die Therapie mit dem CPAP-Gerät abgebrochen haben.

Schlafmediziner und Zahnärzte ziehen für die Schlafschiene an einem Strang

Um die UKPS anfertigen zu können, müssen Zahnärzte und Schlafmediziner zusammenarbeiten. Zunächst diagnostiziert der Schlafmediziner eine Schlafapnoe. Danach erstellt der Zahnarzt einen zahnärztlichen Befund zum Zustand der Zähne oder Prothetik. So wird ermittelt, ob hierauf eine ausreichend stabil sitzende Schiene erstellt werden kann. Deshalb sollten nötige prothetische Versorgungen oder parodontale Behandlungen vor der Anfertigung einer Schlafschiene abgeschlossen werden. Wenn Kontraindikationen ausgeschlossen werden konnten und der Befund abgesichert wurde, kann die Herstellung der Unterkieferprotrusionsschiene begonnen werden. Die Anpassung der Schlafschiene erfolgt ähnlich wie bei anderen Zahnschienen.

Die Unterkieferprotrusionsschiene verlagert den Unterkiefer leicht nach vorne (Protrusion). Der initiale Protrusionsgrad ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und startet in der Regel bei 60 Prozent der maximalen Protrusionsfähigkeit des Patienten. Das mag sich viel anhören, der Körper hat sich aber normalerweise bereits nach ein paar Nächten daran gewöhnt. Eine Kontrolle ist in jedem Fall nötig, um mögliche Nebenwirkungen der Schiene auszuschließen und veränderte oder verbesserte Symptome zu erfragen. Wenn der Patient weiterhin schnarcht oder tagsüber müde ist, kann der Protrusionsgrad erhöht werden. Bei Narval™ CC von ResMed kann diese sogenannte Titration mit Verbindungsstegen in 0,5-Millimeter-Schritten erzielt werden.

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Die Narval Easy-Plattform hilft bei der Vereinfachung des gesamten Prozesses: Die Bestell- und Verwaltungssoftware ermöglicht den schnellen Austausch zwischen Zahnarzt und Schlafmediziner. So wird sichergestellt, dass alle Behandelnden auch bei der Nachsorge immer auf dem aktuellen Stand der Therapie sind und die Behandlung lückenlos dokumentiert wird.

Berichten die Betroffenen nach dem Nachjustieren kaum noch von Symptomen, erfolgt eine abschließende Überprüfung durch den Schlafmediziner. Normalerweise werden durch eine erneute Polygraphie die Atmungsparameter und der Apnoe-Hypopnoe-Index gemessen.

Aber selbst, wenn sich der Apnoe-Hypopnoe-Index, der die Anzahl an Atemaussetzern und Atemeinschränkungen angibt, verbessert, ist eine jährliche Überprüfung des Therapieerfolges durch Schlaf- und Zahnmediziner ratsam, um eine dauerhaft gute Schlafapnoe-Therapie gewährleisten zu können.

Im nächsten Beitrag unserer Serie erklären wir die Entstehung der Schlafschiene und gehen dabei näher auf den digitalen Gesamtprozess ein.